KULTUR: Nachrichtenarchiv

„Why‚We Should All Be Feminists“

Wenn man sich den Titel der Ausstellung anschaut, fallen aufmerksamen Lesern bestimmt erst mal die ungewöhnlichen Satzzeichen auf. „Why ‚We Should All Be Feminists’” (Warum ‚Wir alle Feministen sein sollten’) ist sowohl in Anführungsstrichen, weil es ein Titel ist, aber auf der anderen Seite ist der Satz „We Should All Be Feminists“(Wir sollten alle Feministen sein) extra hervorgehoben – denn dies ist ein Zitat der Schriftstellerin Chimamanda...

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Motters Knoblauchwurst – Rezepte überleben Kriege

Sie hatte die Tradition aus ihrer Heimat Siebenbürgens mitgebracht, jenem Landstrich im Südosten Europas, der nach Knoblauch roch wie andere Orte nach Heu oder Sommerregen. Knoblauch wuchs dort in rauen Mengen und wurde nicht sparsam, sondern mit Überzeugung gegessen: roh zum Schmalzbrot, zu gekochten Kartoffeln – in etwas Salz getaucht, beißend scharf, tränentreibend und trotzdem ein Genuss, der zum Alltag gehörte. Gesund? Darüber dachte niemand...

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Evangelischer Blick auf orthodoxe Theologie

Der Erkersreuther Pfarrer Jürgen Henkel hat bereits mehrere Bücher über den bedeutenden rumänischen Theologen Dumitru St²niloae veröffentlicht  Fast 25 Jahre ist es nun schon her, dass der heutige Erkersreuther Pfarrer Dr. Jürgen Henkel mit einer wissenschaftlichen Arbeit über den bedeutenden rumänischen orthodoxen Theologen Dumitru St²niloae 2001 von der Universität Erlangen zum „Doktor der Theologie“ promoviert wurde. Diese Forschungsarbeit...

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Doppelte Krippenfreude im Stift Zwettl

Seit der heilige Franz von Assisi im Jahr 1223 in Greccio in Italien die erste Weihnachtskrippe – mit einigen seiner Anhänger als Hirten und lebenden Tieren – aufgestellt hatte, verbreitete sich rasch der Brauch, dem ehemals leseunkundigen Volk mit geschnitzten Figuren das Weihnachtsgeschehen plastisch vor Augen zu führen; die Kirchen bedienten sich freudig dieser Möglichkeit. So wohl auch im Stift Zwettl: Im Jahr 1763 entstand die barocke...

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Die kulturelle Longue Durée der Siebenbürger-Sachsen

Joachim Wittstocks Roman „Das erfuhr ich unter Menschen“ ist ein Spätwerk von erstaunlicher erzählerischer Spannweite. Der „Heimweltautor“, wie er sich mit einem Anflug von Ironie, aber treffend selbst bezeichnet, entwirft darin nicht nur eine Fülle von Figuren, Orten und Episoden, sondern eine ganze kulturelle Zeittopografie. Sein Erzählen gilt den Siebenbürger Sachsen als einem historischen Kontinuum. Er ist bestrebt, ihre kulturelle Longue...

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TORheiten aus Hermannstadt

Mit dem Kalenderprojekt „TORheiten aus Hermannstadt“ legt die aus Siebenbürgen stammende Autorin und Fotografin Irmgard Rosina Bauer ein Werk vor, das die historische und kulturelle Vielfalt Siebenbürgens in den Mittelpunkt stellt.  Der Kalender für das Jahr 2026 kombiniert Fotografien traditioneller Hermannstädter Hoftore mit pointierten Zweizeilern, die humorvoll, poetisch und zugleich kulturgeschichtlich inspiriert sind. Die abgebildeten...

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Die „Incontournables“ in Paris

Sobald man den ersten Schritt auf die waagerechten Förderbänder des labyrinthartig anmutenden Charles-de-Gaulle-Flughafens tut, welche die Passagiere zu den Gates, zum Ausgang oder zu den zahlreichen Geschäften, Kiosks, Cafés und Imbissständen befördern und sich erstaunlicherweise seltsam weich unter den Füßen anfühlen, wie die Fallschutzplatten aus Gummigranulat auf Kinderspielplätzen, fallen künstlerisch gestaltete Werbeplakate mit kurzen,...

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ADZ-Reihe Wertvolle Jugendbücher: Eines der wichtigsten literarischen Werke

„Ich will fortleben, auch nach meinem Tod. Und darum bin ich Gott so dankbar, dass er mir bei meiner Geburt schon eine Möglichkeit mitgegeben hat, mich zu entwickeln und zu schreiben, also alles auszudrücken, was in mir ist“, schrieb Anne Frank am Mittwoch, 5. April, im Jahr 1944 in ihr Tagebuch. Ein paar Tage später, am 11. April, schrieb sie auch, dass „Mut und Fröhlichkeit“ das Wichtigste seien. Was dann am 4. August 1944 passierte, ist...

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Ein Familienepos auf 160 Seiten? Kann das funktionieren?

Bedauerlicherweise werden nicht viele rumänischsprachige Romane ins Deutsche übersetzt. Doch falls es vorkommt, sind sie meist einen Blick wert. So kam dieses Jahr „Das rote Hemd“ im Dittrich Verlag heraus. Geschrieben wurde es vom Autor Dan Ivan, der in Österreich lebt. Der Originaltext wurde 2024 auf Rumänisch veröffentlicht und wurde nun von Peter Groth übersetzt. Leider verliert sich der Roman jedoch in seinen zahlreichen Geschichten, die...

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Bischof in Zeiten von Verfall und neuer Verheißung

Von 1990 bis 2010 war Christoph Klein Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien. Es war nach der Reformationszeit die wohl dramatischste Epoche rasanten Wandels in dieser Kirche, beginnend unmittelbar nach der Revolution vom Dezember 1989. Viele im In- und Ausland rechneten unverhohlen mit dem nahen Ende der Kirche. Der größte Teil der Gemeindeglieder entschied sich für die Auswanderung nach Deutschland oder Österreich, zurück blieben...

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