Licht fällt spärlich aus Punkten ringsum, Strahlen kreuzen sich im halbdunklen Raum. Wie ein Funken leuchtet das Getroffene auf, erhebt sich stolz aus der Dämmerung der Vergangenheit und beginnt lebhaft zu erzählen... In der Eingangshalle des Nationalen Geschichtsmuseums (MNIR) lauschen wir vielen Stimmen, die aus allen Ecken dringen. Sie berichten von Kaisern und Königen, von Heiligen und Bischöfen, von 900 Jahren katholischer Geschichte in...
Wer die Kehrseite der meist idyllisch beschriebenen und oftmals folkloristisch verherrlichten Dorfwelt Rumäniens kennenlernen will oder auch nur an sie erinnert werden möchte, für den ist der Debütspielfilm von Emanuel Pârvu ein absolutes Muss. Der Film mit dem Doppeltitel „Meda sau Partea nu prea fericită a lucrurilor“ (Meda oder Die nicht allzu glückliche Seite der Dinge) gewann beim 23. Filmfestival in Sarajewo im vergangenen Sommer gleich...
Der Büchermarkt zu der Geschichte der deutschen Minderheit Rumäniens ist seit Mitte Dezember 2017 um eine Publikation reicher: „In honorem Vasile Ciobanu: Studii privind minoritatea germană din România în secolul XX / In Honorem Vasile Ciobanu: Studien über die Rumäniendeutschen im 20. Jahrhundert“, herausgegeben von Dr. Corneliu Pintilescu, wurde am 12. Januar 2018 im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums einem geschichtsinteressierten Publikum...
Am 27. November 2017, im Alter von 98 Jahren, starb in Limburg Dr. Sevilla Baer, vormals Tomoşoiu, danach Răducanu. Nach kurzem Leiden ging ein erfülltes Leben zu Ende. Die Urnenbestattung fand am 15. Dezember in Frankfurt am Main statt. Nun können wir mit Frau Sevilla Baer nicht mehr sprechen. Einige Wochen davor hatte ich Frau Baer gegenüber betont, dass wir leider nur telefonisch kommunizieren und zu wenig mobil sind, um einander zu begegnen....
Nicht nur die Zentenarfeier des modernen rumänischen Staates macht das Jahr 2018 zu einem national bedeutsamen Jubiläumsereignis, sondern auch die 150. Wiederkehr des Gründungsjahres desjenigen rumänischen Spitzenorchesters, das heute unter dem Namen Philharmonie „George Enescu“ weltweit bekannt ist. Als „Societatea Filarmonică Română“ (Rumänische Philharmonische Gesellschaft) wurde das Sinfonieorchester unter der Leitung von Eduard Wachmann im...
Der Nachlass des Journalisten und Autors Hans Liebhardt konnte Ende 2017 in das Zentralarchiv der Evangelischen Landeskirche A.B. in Rumänien (ZAEKR) in Hermannstadt/Sibiu übernommen werden. Liebhardt, 1934 in Großpold/Apoldu de Sus geboren, war seit 1952 für die Redaktion des „Neuen Weg“ bzw. der „Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien“ in Bukarest tätig und Mitarbeiter des deutschsprachigen Rundfunks und Fernsehfunks in Rumänien. Er...
Es ist kaum zu glauben: Im Zeitalter der „Musikindustrie“ mit Rock, Pop, Techno und sonstigen „boomenden Trends“ kommen zwei Damen auf die Idee, eine Anthologie siebenbürgisch-sächsischer Lieder zu erstellen! Die beiden Herausgeberinnen Angelika Meltzer und Rosemarie Chrestels der Sammlung „E Liedchen hälft ängden“ (Ein Liedchen hilft immer) rechtfertigen dies idealistische Unterfangen im Vorwort dadurch, dass sie beabsichtigen, „diese Klein-ode...
Der an Parkinson erkrankte Schriftsteller Richard Wagner hat im Jahr 2013 sein umfangreiches privates und literarisches Archiv an das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) in München übergeben. Von Mai 2015 an bearbeitete die Literaturwissenschaftlerin Christina Rossi von der Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft (Prof. Dr. Bettina Bannasch) an der Universität Augsburg das von der Beauftragten für Kultur...
„Das Beste, was ein Lehrer seinen Schülern beibringen kann, ist eigenständiges Denken”. Ihre Deutschlehrerin (Anm.d.Red.: Dorothea Götz) sei hierfür ein Beispiel gewesen, begeistert sich der Journalist und Schriftsteller Werner Kremm: „Dank ihr sind wir geworden, was wir heute sind.” Sein Blick wandert bestätigend zu William Totok, dann zu Johann Lippet. In der fünften Klasse hatten sich die drei Herren kennengelernt: „Wir waren Freunde von...
Im Nationalen Kunstmuseum Rumäniens ist derzeit eine Ausstellung zu sehen, die sich dem Fronterlebnis rumänischer Künstler während der Zeit des Ersten Weltkriegs widmet. Über 120 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen sind im Erdgeschoss des ehemaligen Königspalastes an der Bukarester Calea Victoriei zu betrachten, die allesamt von rumänischen Malern und Bildhauern stammen, welche als aktive Kriegsteilnehmer ihre Erlebnisse und ihre Erfahrungen im...