Der Spielfilm „Vara s-a sfârşit“ (Der Sommer ist zu Ende) des 1978 in Bukarest geborenen Regisseurs und Drehbuchautors Radu Potcoavă gehört zur Gattung der Coming-of-Age-Filme, solcher Filme also, die Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsenenalter, Heranwachsende in der Pubertät, junge Menschen auf dem Weg der Herausbildung einer reifen Identität zeigen. Der 105 Minuten lange Streifen, Radu Potcoavăs dritter Spielfilm, der beim 40. World Film...
Für die Rekordsumme von mehr als 57,36 Mio. Dollar ging die Bronzeplastik „Schlafende Muse“ von Constantin Brâncuşi bei einer Versteigerung am Dienstag im Auktionshaus Christie’s in New York in den Besitz eines unbekannten Sammlers über, der sich mit dem Höchstpreis, der je für ein Werk Brâncuşis bezahlt wurde, gegen seine Mitbieter durchsetzen konnte. Der Schätzwert für die in der Länge knapp 27 Zentimeter messende Skulptur hatte sich auf 25 bis...
Die achte Ausgabe des Internationalen Lyrikfestivals Bukarest (FIPB) wird zwischen dem 15. und 21. Mai stattfinden. Eingeladen wurden mehr als 100 Dichter aus über 30 Ländern. Auf dem Programm stehen Rundtischgespräche, Debatten, Jazzkonzerte, Buchvorstellungen, Veranstaltungen für Kinder – insgesamt sind es mehr als 20 Veranstaltungen an zehn verschiedenen Orten. Diese Ausgabe markiert 95 Jahre seit der Gründung des PEN-Klubs Rumänien. PEN...
Die „Jassyer Beiträge zur Germanistik“, die im Auftrag des Germanistik-Lehrstuhls der Alexandru Ioan Cuza-Universität von Andrei Corbea-Hoişie in Jassy/Iaşi herausgegeben werden, zeichnen sich dadurch besonders aus, dass sie mit jedem neu erschienenen Band zugleich auch einen neuen Themenschwerpunkt setzen. Neben allgemeinen literaturwissenschaftlichen Fragestellungen, komparatistischen Analysen oder regionalliterarischen Untersuchungen standen...
Das Buch „Aufgespießt. Der ewig faszinierende Alltag in Rumänien” von Benjamin Józsa, mit Karikaturen von NEL (Ioan Cozacu) wurde kürzlich von der „Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien” (ADZ) in Bukarest neu verlegt.Wie der Verfasser in seinem Vorwort betont, lesen sich die meisten Texte, die zwischen 2003 und 2010 entstanden, „aktuell wie eh und je“. Wo nicht, stellen sie wertvolle Zeitdokumente dar, die einen pointierten Einblick in das...
Am Donnerstag der vergangenen Woche waren im Bukarester Athenäum drei Werke der bedeutendsten Komponisten der Wiener Klassik zu vernehmen: die sechzigste Sinfonie von Jo-seph Haydn, das „Concertone“ genannte Doppelkonzert für zwei Soloviolinen und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethovens zweite Sinfonie. Die musikalische Leitung des Abends hatte Horia Andreescu inne, der seit Kurzem auch das Amt des Stellvertretenden...
Was will, was kann Musikwissenschaft? Welche Spuren hinterlässt Musik, sofern es sich nicht um Kompositionen handelt, nach hundert und mehr Jahren überhaupt noch? Die flüchtigste aller Künste, dem Augenblick verhaftet, mit welchen Mitteln kann sie analysiert und erforscht werden? Raika Simone Maier, selbst aktive Konzertsängerin und Gesangspädagogin, hat sich im Rahmen eines interdisziplinären Promotionsprojektes an der Hochschule für Musik und...
Provozierend, spielerisch und skurril. Am Eintritt wird man von zwei Augen empfangen: Das eine ist riesig und mit bunten Federn verziert. Daneben ruht ein kleineres Auge in einem Eimer zusammen mit einem Wischer und einem Kehrblech. Das Hauptstück im Saal ist aber das aufblasbare Zelt, auf dem mit großen Buchstaben „Dada on Tour“ steht. Die Ausstellung über eine der wichtigsten Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts wird gerade in der Hauptstadt...
Katharina Winkler, geboren 1979 in Wien, studierte von 1997 bis 2002 Germanistik, Theater- und Musikwissenschaft an der Universität Wien. Am Bruckner Konservatorium in Linz studierte sie Klavier, am Konservatorium der Stadt Wien Schauspiel. Sie ist in Oberösterreich aufgewachsen und lebt zurzeit in Berlin. 2016 veröffentlichte sie im Suhrkamp Verlag ihren Debütroman „Blauschmuck“. Das Buch gelangte nach seinem Erscheinen auf die ORF-Bestenliste...
In Klausenburg interpretierte Francesco Ionaşcu (Jahrgang 1991) am vergangenen Freitagabend, dem 21. April, das Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 cis-Moll, op. 129 von Dmitri Schostakowitsch, begleitet vom Sinfonieorchester der „Transilvania“-Staatsphilharmonie unter der Leitung von Zsolt Jankó. Die Uraufführung dieses Opus durch David Oistrach am 26. September 1967 in Moskau liegt fast 40 Jahre zurück, doch kann sich nach wie vor niemand...