Vom Siebenbürgisch-Sächsischen Wörterbuch (SSWB), dessen Schaffung bereits von dem großen Philosophen und Sprachforscher Leibniz angeregt worden war, sind inzwischen neun Bände erschienen. Der vorliegende zehnte Band (S–Schenkwein) ist im Rahmen des Hermannstädter Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften, das der Rumänischen Akademie (Bukarest) unterstellt ist, erarbeitet worden. Unser besonderer Dank für die Förderung der Drucklegung dieses...
An diesem herrlich sonnigen und frühlingshaften Nachmittag des 23. April präsentierte sich das Goethe-Institut Bukarest in seiner neuen Bibliothek gleich mit zwei Veranstaltungen anlässlich des von der Unesco initiierten Welttags des Buches. In Zusammenarbeit mit dem Institut Français, der Städtischen Bibliothek Bukarest und der Rumänischen Nationalbibliothek, die parallel ebenfalls Veranstaltungen in ihren Räumlichkeiten anboten, wandte sich das...
Mit einem großen Jubiläumskonzert im Konzertsaal „Harmonie“ in Heilbronn ist am 11. April die 30. Musikwoche Löwenstein zu Ende gegangen. Als Vorsitzender des Trägervereins, der Gesellschaft für deutsche Musikkultur im südöstlichen Europa, erinnerte Dr. Franz Metz an die Verdienste der Musikwoche um die Bewahrung der Musikkultur deutscher Minderheiten in Südosteuropa. Zahllose Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten unter Leitung von weit mehr als...
„Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau“, sagt man im Volksmund. Auf Karl I., König von Rumänien (1839-1914), trifft dies zweifellos zu. Zum einen, weil seine Gemahlin Elisabeth zu Wied als Schriftstellerin Carmen Sylva unabhängig von ihrer Königinnenrolle weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. Aber auch, weil sie zeitlebens als treue Unterstützerin an seiner Seite stand, auf dem gemeinsamen und doch so...
Die erste Porträtaufnahme eines Kindes offensichtlich türkischer Herkunft mit einem schöngeflochtenen Haarzopf aus Skopje im Dezember 1918 des berühmten amerikanischen Fotografen Lewis Hine erscheint zunächst nicht ungewöhnlich. Bis man die Bildunterschrift liest und begreift, hier ist nichts, wie es scheint. Dieser kleine Junge trägt seine Zöpfe im Andenken an seine verstorbenen Schwestern. Lewis Hine, der auf dem Balkan für das Amerikanische...
Zu den zahlreichen Besuchern der thematisch und dokumentarisch ausgerichteten Retrospektive „Reflexe in Licht und Schatten – Eduard Morres als Bote der Freilichtmalerei“, die vom 9. Mai zum 31. Juli 2014 im Haus des Deutschen Ostens, München, zu sehen war, gehörten, außer einem Team des Rumänischen Fernsehens TVR 1, auch andere ausländische Gäste. So zum Beispiel die in München lebende indische Designerin Akanksha Srivastava, die sich auch ins...
Bukarest (ADZ) - Rumäniens derzeit wohl bekanntester Schriftsteller, Mircea Cărtărescu (58), erhält den Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur 2015. Die Bekanntgabe des diesjährigen Gewinners des mit 25.000 Euro dotierten Staatspreises erfolgte am Donnerstag – und damit am Welttag des Buches – durch den österreichischen Kulturminister Josef Ostermeyer. In der Begründung der österreichischen Jury heißt es, dass Cărtărescu „auf...
Eine sprunghafte, komplizierte Handlung vertonte Verdi in seinem Meisterwerk „Il trovatore“ („Der Troubadour“): In dem rohen, mitleidlosen Text geht es um eine Zigeunerin, die aus Versehen nicht den Sohn des missliebigen Landesherrn, sondern das eigene Kind in die Flammen wirft – die Grenzen zwischen Realität, Erinnerung, Wahnvorstellung und Obsession sind fließend, böse Vorahnungen, überwältigende Gefühle und schicksalhafte Ereignisse wachsen zu...
Am 16. April war das Sinfonieorchester der Philharmonie „George Enescu“ mit zwei bedeutenden Werken russischer sinfonischer Musik im Bukarester Athenäum zu hören. Es erklangen Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Violinkonzert sowie Igor Strawinskys Ballettmusik „Le sacre du printemps“. Solistin des Abends war die aus der Republik Moldau stammende junge Geigerin Alexandra Conunova, die musikalische Leitung hatte der aus Bukarest gebürtige Cristian Badea...
Der erste Eindruck ist farbenfroh. Globen und Gitarren, mit Formen und Figuren übersät – Pfeile, Augen, Spiralen. Sie erinnern an Comics, an Graffiti, an Kritzeleien, wie man sie oft am Rand des Notizblocks produziert. Gypsy-Romantik mit einem Schuss Naivität. Und alles so schön bunt! Endlich mal keine künstlerisch ausgebeutete Armut, keine Effekthascherei mit grauen Slumbildern und hungrigen Kinderaugen in Lumpen. Auch die Buntheit ist freilich...