Anişoara lebt in ärmlichen Verhältnissen in einem Dorf in der Republik Moldau. Die bezaubernde junge Frau mit hypnotisierend grünen Augen wirkt fremd in ihrer Umgebung. Sie wird von einfach gestrickten bis abstoßenden Männern begehrt, und der Mann, den sie liebt, heiratet eine andere Frau. Doch Anişoara befreit sich eines Tages aus dem einengenden Kaff. Das Märchen in vier Episoden wird in einer deutsch-moldawischen Filmproduktion von Ana-Felicia...
Der serbische Fotograf Dragoljub Zamurovic, eine der Koryphäen des exklusiven Clubs der europäischen Spitzenfotografen, stellt im Donauschwäbischen Zentralmuseum (DZM) in Ulm 60 Fotos von „Donauschwaben“ aus. Es handelt sich um Deutsche, „Schwaben“, die heute in Ungarn, Kroatien, Serbien und im rumänischen Banat „Unter Anderen“ (so der treffend ausgewählte Titel der Ausstellung) leben, indem sie eigentlich die „Anderen“, die (mehr oder weniger...
Die 1979 in Temeswar/Timişoara geborene und 1990 gemeinsam mit ihren Eltern nach Deutschland ausgewanderte Filmemacherin Anca Miruna Lăzărescu hat mit ihrem ersten Spielfilm „Die Reise mit Vater“, bei dem sie Regie geführt und dessen Drehbuch sie verfasst hat, europäische Zeitgeschichte mit der Geschichte ihrer eigenen Familie im fiktionalen Medium des Films enggeführt Im August 1968 verschränken sich „nach einer wahren Geschichte“ das Schicksal...
Vor Kurzem berichtete unsere Zeitung über die Ordensverleihung an den siebenbürgischen Bildhauer Peter Jacobi (ADZ - Freitag, 21. Oktober 2016) durch Staatspräsident Klaus Johannis. In ihrer Begründung wiesen die Laudatoren insbesondere auf das von ihm konzipierte und ausgeführte Holocaust-Mahnmal in Bukarest hin, das, am 8. Oktober 2009 eingeweiht, von Peter Jacobi selbst als seine „wichtigste bildhauerische Arbeit“ bezeichnet wurde. Grund...
Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ in der Regie Gavriil Pintes wurde am Samstag, dem 5. November, in Premiere im Radu-Stanca-Theater aufgeführt. Seit der Uraufführung 1958 im Züricher Schauspielhaus wurde das Stück im deutschen Sprachraum unzählige Mal inszeniert: Es warnt vor Konformismus und davor, die Augen vor der nackten Wahrheit zu verschließen. Zweifelsohne gelingt es der Hermannstädter Inszenierung, diese Aspekte zu...
Am vergangenen Freitag war das Sinfonieorchester des Rumänischen Rundfunks im Bukarester Mihail-Jora-Saal mit einem erlesenen Konzertprogramm zu vernehmen. Im Mittelpunkt stand die Serenade für Solovioline, Streicher, Harfe und Schlagwerk von Leonard Bernstein, das einzige Violinkonzert des berühmten amerikanischen Musicalkomponisten. Umrahmt wurde dieses Werk aus dem Jahre 1954 von Kompositionen zweier französischer Impressionisten aus der Zeit...
In der letzten Woche lud Bischofsvikar Dr. Daniel Zikeli von der evangelischen Kirchengemeinde A.B. in Bukarest hohe Gäste zur Ausstellungseröffnung „Reformatio Transilvaniae 500“ – Geschichte der Reformation in Siebenbürgen“ und einem anschließenden Empfang ein. Gekommen waren der deutsche Botschafter Werner Hans Lauk, weitere Vertreter der deutschen Botschaft, der lokalen staatlichen Institutionen, der Wirtschaft und der christlichen...
Es ist Donnerstagabend und aus einem Gebäude gegenüber vom Rumänischen Nationaltheater erklingt elektronische Musik. Im Eingang des Hauses mit der Nummer 18 verschwinden urbane Mittzwanziger. Durch das Treppenhaus hindurch gelangen sie in den Innenhof. Hier steht auf einem Tisch ein Laptop. An eine der Hauswände sprüht ein junger Mann gerade Farbe. Der Beamer, der an den Laptop angeschlossen ist, dient ihm als Spraydose für sein digitales...
In den beiden Kretzulescu-Sälen des Nationalen Kunstmuseums sind seit Ende September dieses Jahres Werke des belgischen Malers und Grafikers Pierre Alechinsky zu sehen. Die Bukarester Ausstellung wurde vom Nationalen Kunstmuseum in Zusammenarbeit mit dem „Centre de la Gravure et de’l Image Imprimée“ im belgischen La Louvičre sowie mit der Vertretung der Föderation Wallonie-Brüssel in Bukarest organisiert und gibt mit der Präsentation von über...
Marius von Mayenburgs in der laufenden Theatersaison von Radu-Alexandru Nica im Radu-Stanca-Theater Hermannstadt/Sibiu inszeniertes Theaterstück „Märtyrer“ wirft viele Fragen auf. Allein das Thema, Märtyrer und Fundamentalismus, sorgt für Unbehagen. Nicht nur die Hauptfigur, der 16 Jahre alte Benjamin Südel, der sich als christlich-religiöser Fanatiker entpuppt, wird als Fundamentalist dargestellt. Auch die Biologielehrerin Erika Roth, die diesem...