KULTUR: Nachrichtenarchiv

Das Gefühl der Heimatlosigkeit

Kyoko Fujita unterrichtet Komparative Kulturwissenschaften an der Tohoku-Universität in Sendai (Japan) und ist bemüht, seit 1997 – mit finanzieller Unterstützung des Japanischen Kultusministeriums sowie der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) – im Rahmen der Universitätsbibliothek ein Dokumentararchiv zur bukowinischen und rumäniendeutschen Literatur einzurichten. Im November 2009 wurde sie mit einer Dissertation zum Thema „Jüdische...

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„Aferim!“ Rumäniens Vorschlag für Oscar

„Aferim!“, der Film in der Regie von Radu Jude, ist Rumäniens Vorschlag für die Oscar-Nominierung in der Kategorie bester fremdsprachiger Film im nächsten Jahr. Das ist die Entscheidung der achtköpfigen Jury, die aus Cristina Corciovescu, Magda Mihăilescu, Ileana Bârsan, Eugenia Vodă, Irina Margareta Nistor, Mihai Fulger, Iulia Blaga und Dana Duma bestand, und die den Vorschlag Rumäniens für die Oscar-Nominierung ernannt hat. Insgesamt 14...

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Der Sommer ist die Festivalsaison

Im Sommer wird Musik aller Genres und Stile lebendig und Musikbegeisterte dürfen ihre Lieblingskünstler hautnah erleben. Elektro-, Rock-, Jazz-, Folk-, Reggae- oder einfach Weltmusik werden erklingen und für eine abenteuerliche Erfahrung werden die Musikereignisse auch Mitten in der Natur ausgetragen, am besten auch im Ausland. Wichtige Namen der internationalen Musikszene geben ihr Bestes, damit sie ihre Fans begeistern und neue dazu gewinnen.

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Große Stimmen, rohe Gefühle

Festgefahrene Sitten, brutale Geschehnisse, verhärtete Menschen – all das ist weit entfernt von einer romantischen Dorfidylle. In Leoš Janáceks Meisterwerk „Jenufa“ geht es um Eifersucht, Schande, Unglück und Mord: der ländliche Mikrokosmos ist vollkommen entzaubert und wird in rohen, drastischen, jedoch stets glaubwürdigen Farben dargestellt. Die literarische Vorlage bildet das Drama  „Její pastorkyna“ („Ihre Stieftochter“) von Gabriela...

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Stumme Zeugen der Geschichte

Kaschubische Heiligenschreine in Polen, mittelalterliche Stabkirchen in Norwegen und Farmkirchen in Island: Die im Bukarester Bauernmuseum gezeigte Schau ist ein großes Projekt des Nationalmuseums in Danzig, dessen Ziel es ist, zu untersuchen, wie sakrale Architektur die Ideale kleiner Gemeinschaften widerspiegeln. „Wenn ich überlebe, werde ich mich bei Gott bedanken und einen Heiligenschrein aufbauen“. Das versprach sich Antoni Glowaki vor...

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Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit

Bereits vor der Veröffentlichung ihres zweiten Romans – der erste, „Baba Rada. Das Leben ist vergänglich wie die Kopfhaare“, erschien  2011 – konnte Dana Grigorcea die Kritiker von ihrer Fabulierkunst durch den gekonnten Vortrag einiger Auszüge aus „Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit“ überzeugen. „Der Text ist witzig, sehr gut gelesen, hat einen gewissen Twist, den man nicht auf den ersten Blick erkennt, dadurch wird er zu einer herrlichen...

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Von wegen „Klein Paris“!

„Klein Paris“ als Spitzname von Bukarest hat sich in vielen Gehirnen festgebissen - klingt es doch wie ein Vorschusslob, mit der berühmten Hauptstadt Frankreichs verglichen zu werden. Weniger bekannt hingegen sind die nicht unbeträchtlichen deutschen Einflüsse auf die wirtschaftliche und architektonische Entwicklung von Bukarest. Wussten Sie, dass die heutige Altstadt einst fest in deutscher Hand war? Nicht nur die Lispcani-Straße, deren Name  an...

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Das 21. Jahrhundert im Nebelmeer

Jeder kennt ihn, den Rücken des Wanderers und sein Haar, seinen Stock auf einen Fels gestellt, in sicherem Stand schweift sein Blick über die Sächsische Schweiz, die von Nebelgeschwader verhüllt ist, und mit seinem Blick schweift der des Betrachters. Caspar David Friedrichs Ikone der Malerei „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ führte eine neue Figur in die Landschaftsmalerei ein und ist eines der meistrezipierten Gemälde der Romantik.Dem um 1818...

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Meister Matisse in Temeswar

Ein Frauenporträt – alles Lächeln, Blumen – vor allem Veilchen, ein Amor mit gezücktem Pfeil, ein weiblicher Akt – nur Nabel, eine Badende unter Weiden, Musikinstrumente – eine Harfe, Obst – vorwiegend Kirschen und Passionsfrüchte, fünffingrige Blätter und singende Vögel, Nixen und die Aufschrift (nicht ganz orthographisch richtig) „Jaime Marie“. Alles kann „Amours“ sein. Unter diesem Titel sind die meisten von Henri Matisse’ Lithografien...

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Bukarest – Kulturhauptstadt Europas 2021?

Wiederentdeckungen der Stadtviertel Pantelimon oder Drumul Taberei, Erkundungen des Biotops, das sich am Grund der Investitionsruine Văcăreşti-Stausee gbildet hat, oder der industriellen Architektur, Festivals, Workshops für städtische Themen, Diskussionen über die sichtbaren und unsichtbaren Teile der Stadt, Veranstaltungen zum Thema Stadt und Literatur, wandernde Klänge und viele andere: Das Kulturzentrum Arcub wurde vom Bukarester...

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