KULTUR: Nachrichtenarchiv

Kunstschätze aus der Sammlung von Ion Chiricuţă

Ion Chiricuţă, der 1918 in Bârlad geboren wurde und 1988 in Klausenburg/Cluj starb, war seiner Profession nach Arzt, onkologischer Spezialist und langjähriger Direktor des Klausenburger Instituts für Onkologie, das heute auch seinen Namen trägt. Er war Schüler von Iacob Iacobovici, der zu den Mitbegründern der Klausenburger Medizinfakultät zählte, und errang durch seine wissenschaftliche Tätigkeit und sein chirurgisches Können internationalen...

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Grenzüberschreitende Geschichte des Banats

Das Banat – ein Schnittpunkt Mitteleuropas mit dem Balkan. Eine Region, wo europäische und rumänische Einflüsse verschmolzen sind. Doch: Wie tief haben sie gewirkt? Welche Rolle haben die vielfältigen Einflüsse der unterschiedlichen Herrschaften im Laufe der Zeit gespielt? Sind sie heute noch wahrnehmbar oder relevant? Und: Seit wann gibt es eigentlich ein Banat als solches?Eine Gesellschaft habe eine Zukunft, solange sie eine Vergangenheit hat,...

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Kulturrouten des mittleren und unteren Donauraumes

Vor Kurzem gab es eine Meldung in der rumänischen Presse, dass die römische Hauptstadt der Provinz Dakien, Ulpia Traiana Augusta Dacica Sarmizegetusa – nicht zu verwechseln mit dem Weltkulturerbe der Regia Sarmizegetusa, der 40 Kilometer entfernten dakischen Festung – jetzt in die Kulturroute der römischen Kaiser entlang der Donau aufgenommen wurde. Auf der offiziellen Internetseite des Rumänischen Fremdenverkehrsamts findet man darüber bisher...

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Ein schöner Abend für die Musik der klassischen Moderne

Am 26. Juni waren das Sinfonieorchester und der Männerchor der Philharmonie „George Enescu“ mit zwei bedeutenden Werken rumänischer und russischer Musik des 20. Jahrhunderts im Bukarester Athenäum zu hören. Es erklangen Dumitru Capoianus Violinkonzert (1957) sowie Igor Strawinskys Opern-Oratorium „Oedipus Rex“ (1927). Instrumentalsolist des Abends war der Geiger Gabriel Croitoru, Vokalsolisten die Sängerin Sidonia Nica, die Sänger Marius Vlad...

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Röntgenbild einer verlorenen Welt

Vor etlichen Jahren wurde die Nekropole von Warna (Bulgarien) unter dem Titel „Das erste Gold der Menschheit“ in etlichen Museen vorgestellt. Daraufhin strömten Scharen von Besuchern in die Ausstellung, die demselben Zeithorizont, dem Gumelni]a-Kodjadermen-Karanovo VI-Komplex, zuzurechnen ist, wie der hier präsentierte Fundplatz Sultana–Malu Roşu (35 Kilometer nordwestlich von Călăraşi), einer Tell-Siedlung hoch über dem Ufer des heutigen...

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Ein kurzer Blick in den kulturellen Reichtum weltweit

Seine Bewegungen wirken präzis und berechnet. Der sich drehende Mann inszeniert ein überzeugendes Märtyrertum, er schlägt mit den Fäusten auf seine nackte Brust, kämpft sich durch, schließt die Augen und streckt die Hände nach oben, schließlich senkt er den Kopf als Zeichen seiner Demut. Erhascht das Publikum gerade einen Blick in seine konfliktreiche Innenwelt? Umgeben von den Wellen seiner Röcke scheint der Künstler mit schwarzem Turban ein...

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„Vertigo“ im Nachkriegsberlin

Alfred Hitchcocks „Vertigo“ aus dem Jahre 1958 zählt zweifelsohne zu den besten Filmen aller Zeiten. Aus diesem Klassiker der Kinogeschichte hat Christian Petzold in seinen Spielfilm „Phoenix“, der am 25. September 2014 seinen deutschen Kinostart und am 5. Juni dieses Jahres seine rumänische Premiere erlebte, ein zentrales Motiv übernommen: die sukzessive Verwandlung von Gesicht, Frisur, Kleidung und Verhalten einer Fremden bis zur völligen...

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„Das ist ein Kulturvulkan, der hier ausbricht!“

Vom 12. bis 21. Juni fand in Hermannstadt/Sibiu das 22. Internationale Theaterfestival (FITS) statt. Täglich besuchten, nach Angaben der Veranstalter, etwa 65.000 Besucher das Fest und sahen sich über 400 Veranstaltungen aus 70 Ländern an. Am Rande der Veranstaltung bot sich die Gelegenheit zu  einem ADZ-Gespräch mit der Theaterwissenschaftlerin Eleonora Ringler-Pascu. Sie lehrt im einzigen deutschsprachigen Schauspielstudiengang Rumäniens an der...

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„Ein gequältes Schicksal in einem gequälten Jahrhundert“

„Zähle die Mandeln,/ zähle, was bitter war und dich wachhielt,/ zähl mich dazu“, spricht eine Stimme im absichtlich langsamen Rhythmus. Ist es ein Leiden, das man in der Sprachmelodie errät? Hat der Vortragende davor schon resigniert? Was man zu hören bekommt, ist eine der sehr wenigen Audio-Aufnahmen von Paul Celan. Das Bild eines Mannes mit einem melancholischen, direkten Blick und großer Stirn an der Leinwand dominiert den ganzen Raum. Es ist...

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Taumel und Triumph der Liebe

Der Stuttgarter „Rosenkavalier“ ist ein Fest für die Sinne. Die Inszenierung der Strauss-Oper durch den norwegischen Regisseur Stefan Herheim, der im Jahre 2008 Wagners „Parsifal“ auf die Bühne des Bayreuther Festspielhauses gebracht hatte, feierte in der baden-württembergischen Landeshauptstadt am 1. November 2009 Premiere. Die sehenswerte Inszenierung, für die Stefan Herheim in der Kritikerumfrage 2010 der Fachzeitschrift für Musiktheater...

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