In seinem Epilog kritisiert der Pfarrer i. R. Dr. Rolf Binder die landläufige Meinung, dass die bildreiche Ausstattung der Kirchen für die „Armen“ – gemeint sind wohl die Ungebildeten, des Lesens Unkundigen – gedacht gewesen wären. Aber: „Ohne Bibelkenntnis weiß kein Mensch, was er sieht, wenn er die Bilder zur Leidensgeschichte betrachtet.“ Dies gilt sicher auch für die Darstellung der Legenden, die sich um die verschiedenen Heiligen drehen. Dem...
Erstmals 2011 hat der Verein „musica suprimata“ Konzerte mit den Werken ehemals als verfemt geltender Musiker in Kooperation mit den Philharmonien Hermannstadt/Sibiu und Kronstadt/Braşov veranstalten können. Die nächste Stufe war 2015 ein Kolloquium in Partnerschaft mit der Musikakademie „Gheorghe Dima“ in Klausenburg/Cluj, das dem Hermannstädter Schönberg-Schüler Norbert von Hannenheim gewidmet war. Die Wünsche, die an das Kolloquium gerichtet...
Es gibt einen fast vergessenen rumänischen Schriftsteller vom Anfang des 20. Jahrhunderts, Panait Istrati, der zunächst viel und später nichts vom sowjetischen Kommunismus gehalten und dies auch zugegeben hat. 1884 in Brăila geboren, 1935 in Bukarest gestorben, zählt Istrati zu jenen, die schnell begriffen haben, was die Kommunisten in Sowjetrussland bezweckten und davor gewarnt hatten. Dafür ist er nach 1989 gelobt worden, vor 1989 allerdings...
Liebe Musikfreunde, wie stellen Sie sich eine Kantate vor? Vielleicht ist der Inbegriff davon für Sie die Bach-Kantate, ein Werk für Soli, Chor und Orchester oder zumindest ein kleines Instrumentalensemble. Bei der Besetzung eines solchen Werkes rechnen Sie mit mindestens 15 bis 20 Leuten. Nun, es geht auch mit noch weniger, das stellte das Ensemble CANTATE DOMINO am Samstag, dem 12. August, in Heldsdorf/Hălchiu unter Beweis. Ursula und Kurt...
Lange Jahre hat sich die Rumänische Orthodoxe Kirche mit der Vergangenheitsbewältigung schwer getan. Die Erinnerung an die eigenen durchaus zahlreichen Märtyrer aus kommunistischer Zeit – die Zahl inhaftierter Priester, Mönche und Laienchristen geht nach seriösen Schätzungen in die Tausende, belegt sind etwa 2000 Priester in politischer Haft – wurde überschattet durch Fälle von Kollaboration zwischen Kirchenvertretern und dem Staat. Der aus...
Die Daker, die Römer oder der berühmt berüchtigte Vlad }epes, kaum jemand hat die rumänische Architektur und Kunst so nachhaltig beeinflusst wie Constantin Brâncoveanu. Der Herrscher der Walachei, der weniger durch seine militärischen Erfolge als durch seine Bautätigkeit in einer nahezu 25-jährigen Friedenszeit wirkte, brachten seine sagenhaften Reichtümer – man nannte ihn auch den „Goldenen Prinzen“ – schließlich zu Fall. 1714 wurde er samt...
Drei Gemälde scheinen die Eckpfeiler der Sammlung amerikanischer Malerei der Phillips Collection in Washington, D.C., zu bilden, die bis zum 3. Oktober im Museum Barberini in Potsdam gezeigt wird: Thomas Eakins’ Porträt der in Nachdenklichkeit versunkenen „Miss Amelia van Buren“ (1891), einer vormaligen Studentin des Künstlers, das mit Eakins’ Reflexionen über das eigene Leben und Werk verbunden ist. Edward Hoppers „Sonntag“ (1926): Ein Mann...
Die Wanderausstellung, die bereits in Berlin und Klausenburg/Cluj-Napoca gezeigt wurde, wird heute, am 4. August um 19 Uhr im Bukarester Bauernmuseum eröffnet und ist ein gemeinsames Projekt der Abteilung für Mittel- und Südosten des Museums Europäischer Kulturen in Berlin und des Rumänischen Kulturinstituts in Berlin in Zusammenarbeit mit dem rumänischen Bauernmuseums.Das Oascher Land, die Maramuresch und die Bukowina sind eher ländlich geprägte...
Die Kulturstiftung Anneliese und Gerhard Derriks überlässt als Dauerleihgabe der Stadt Fürstenfeldbruck für ihr Projekt eines Skulpturenweges mit Werken konkreter Künstler die Skulptur „Aggressives Dreieck“ des bekannten Künstlers Ingo Glass. 1941 in Timişoara geboren, wirkte er u.a. in Bukarest als Kulturreferent des Schiller-Hauses nach seiner Übersiedlung nach Deutschland war Ingo Glass jahrelang in München zum Beispiel als...
Die Sopranistin Adela Zaharia aus dem Ensemble der Düsseldorfer Oper am Rhein hat beim international renommierten Gesangswettbewerb „Operalia“ den ersten Preis gewonnen. Sie habe auch den Zarzuela-Sonderpreis „Pepita Embil“ erhalten, teilte die Oper am Montag mit. Der Wettbewerb „Operalia“ wurde 1993 von Plácido Domingo ins Leben gerufen, um talentierte Nachwuchssänger im Alter von 18 bis 32 Jahren zu unterstützen. Dieses Jahr fand er in der...