Chronische Inkonsequenz heißt sein Konsequentsein. Unvergesslich der Verkehrsminister Traian Băsescu, gockelgleich: Rumänien braucht keine Autobahnen. Da es dafür „künftig kein Verkehrsaufkommen“ gäbe – und: „sollen wir Autobahnen für die Deutschen und die Ungarn bauen?!“ So (aber populistisch-nationalistisch gedämpfter) auch vor der EU in der Vorbeitrittsphase Rumäniens, gleich apodiktisch-rechthaberisch. Daran mussten dann viele kauen, bis das...
Die Besucher des Kunstmuseums Temeswar fanden bei der Vernissage der neuesten Ausstellung einen riesigen Tisch nach allen Regeln der Etikette der Barock-Zeit gedeckt, als sie die Räumlichkeiten betraten: Mit feinstem Meißner-Porzellan, Silberbesteck und schneeweißer Tischdecke, mit einem Fasan in der Mitte, von den Wänden schaute Eugen von Savoyen streng auf die Gesellschaft – das Gemälde stammt von Pieter van Gunst und gehört der...
Seit Jahren schon zählt der Banater deutsche Autor Richard Wagner zu den herausragenden Stimmen der rumäniendeutschen und deutschen Gegenwartsliteratur.
Sein umfangreiches und vielfältiges Lebenswerk, entstanden in einer bemerkenswerten literarischen Laufbahn von 1969 bis 2016, ist nun Thema eines Großprojekts am Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas München. Sein Vorlass , der seit 2013 an diesem Institut der...
„Es ist der Ort, an den die ausgewanderten Deutschen zurückkehren. Ihre Vorfahren haben das Sumpfgebiet trocken gelegt, und wir wollen nun unser Hatzfeld auf dem Niveau behalten, das sie, die Schwaben im Ort, einst vorgegeben haben“. Darius Postelnicu, Bürgermeister der Kleinstadt Hatzfeld, hält seine Aussagen als Messlatte. „Man nährt sich an sentimentalen Sachen“, setzt der Ortsvorsteher fort. In dieser Woche begehen die Hatzfelder 250 Jahre...
Dass die Straßen in Rumänien schlecht sind, ist bekannt. Dass sich auch die Eisenbahnen in einem derart maroden Zustand befinden, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit der Züge auf unzumutbare 30 bis 40 Stundenkilometer gesunken ist, dürfte inzwischen auch kein Geheimnis mehr sein. So langsam fahren die rumänischen Züge, dass eine Bahnfahrt hierzulande zu einem wahren Luxus geworden ist, nicht wegen den Kosten, aber aus Zeitgründen, denn wer...
Um den vielgepriesenen Bigăr-Wasserfall, am 45. Breitengrad, zwischen Steierdorf und Bozovici in der Minisch-Klamm gelegen, zu besuchen, braucht es mehrerlei: einen Parkplatz finden am Wegrand der DN 57B, Eintrittsgeld zahlen an der Brücke über den Minisch-Bach, wo ein Romsilva-Zerberus dir´s Geld abnimmt, auch wenn Romsilva seit 30 Jahren hier nichts hergerichtet hat, sondern bloß Verfall verwaltet, und mit Geduld Schlange stehn, bis am was...
Anina – Es gibt in Anina, auf dem Gelände des Sägewerks, noch ein Kohlendepot von geschätzt zehntausend Tonnen, das nach Einstellung des Kohlenbergbaus und Auflösung des Grubenbetriebs vor zehn Jahren nicht mehr verkauft wurde. Und darunter Kohlenflöze, die eine Zeit lang im Tagebau gefördert werden könnten. Nun hat sich die Möglichkeit ergeben, diese Kohle an ein Wärmekraftwerk in Bosnien zu verkaufen. Die Verhandlungen dazu befänden sich in...
Irgendwie ist es für die Temeswarer dann doch eine Erfolgsstory gewesen, als ihre ACS Poli Spielrecht für die Erste Liga erhalten hat. Ob ein solcher Aufstieg, bedingt durch den Ausschluss von Rapid Bukarest (die ADZ berichtete wiederholt), Sinn macht, wird sich am Ende der Saison zeigen. Finanziell sei es kein großer Unterschied, ob 1. oder 2. Liga, denn auch in der Zweitklassigkeit stehen große Ausfahrten an, sagte dazu Bürgermeister Nicolae...
Wir blickten in die „Meeraugen“ genannten Bergseen der Hohen Tatra und in die Augen der seltenen Tatra-Gemsen. Dann doch noch die Mittelgebirgsalternative von der Großen Tatra durch die meist einsame Niedere Tatra und das Slowakische Paradies in die slowakische Zips. Beeindruckend die Tropfstein- und Eishöhlen, die tief eingeschnittenen Felsschluchten, die einiges an Mut erfordernden Wanderwege im Hornad-Durchbruch, die nur aufwärts begehbaren...
Eine neue Mode im Bereich der Online-Spiele erobert die Welt im Sturm. Es handelt sich um das mittlerweile in aller Munde befindliche Pokemon GO, das seit Mitte Juli Jugendliche, aber auch Erwachsene und sogar Rentner wie besessen spielen. Andauernd hört oder liest man schräge Nachrichten darüber, was den Leuten alles zustößt, weil sie mit der Nase im Handybildschirm stecken. Doch für eher bewegungsscheue Jugendliche scheint das Spiel Wunder zu...